Mein Jahr 2014


Es ist noch knapp 1 Monat hin, bis das Jahr 2014 wieder sen jehes Ende gefunden hat. Und aus gegebenem Anlass hatte ich das Bedürfnis mein Jahr 2014 in Wort zu fassen. Dies wird ein persönlicher Eintrag, wenn euch das also nicht interessiert, könnt ihr an dieser Stelle gerne wieder gehen.

Dieses Jahr war ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Vermutlich wie jedes Jahr, auch wenn man immer wieder hofft, dass es sich im nächsten Jahr bessern möge. Es bleibt am Ende doch nur eine Hoffnung, die sich jedes Jahr wieder nicht erfüllt.



Anfang des Jahres fing meine Bewerbungsphase an. Ich wollte meinen Master in meiner bevorzugten Fachrichtung an meiner bevorzugten Uni machen und bewarb mich, nur um kurze Zeit später eine Absage zu erhalten. Daraufhin musste natürlich eine Alternative her und ich entschied mich noch eine Ausbildung zu machen und strebte dabei die Branche an, für die ich mich auch schon beim Master bewerben wollte. Leider ebenso erfolglos.
Also wich ich aus. Immer weiter in artverwandte Berufe, nur um wieder und wieder absagen zu erhalten. Es gab viele vielversprechende Stellen, Firmen mit dessen Kollegen ich mich gut verstand, Versprechen von baldiger Meldung aber auch Absagen, feige Menschen und Leute, die sich nie wieder meldeten.

Die Zeit über wurde ich von meinem Freund begleitet, der mich auffing, den ich auffing und der mindestens genau so große Probleme hatte.

Ein Highlight des Jahres war der Japantag im Mai, wo ich viele Leute traf, mit denen ich schon seit Jahren über's Netz in Kontakt stand und die ich teilweise endlich oder endlich wieder traf. Es entwickelten sich Freundschafte, die sich über die Zeit noch mehr vertiefen sollten. Doch dazu später.

Nach den vielen Niederlagen in beruflicher Hinsicht, entschied ich mich, dass ich mich in eine andere Richtung wagen sollte. Seit 2 Jahren arbeitete ich bereits in einem Pflegewohnheim als Assistentin und so entschied ich mich, dass ich diesen Weg einschlagen sollte. Daraufhin erfuhr ich, dass es ein Ausbildungsprogramm in unserem Pflegewohnheim gäbe, was es mir ermöglicht hätte, die Ausbildung direkt vor Ort durchführen zu können. Langsam entwickelte sich alles in geregelte Bahnen. Ich fühlte mich sicher und nach dem Stress setzte langsam eine gewisse Zufriedenheit ein. Ruhe kehrte ein. Doch ich merkte, dass diese Ruhe nicht lange währen sollte.
Kurze Zeit später erfuhr ich, dass man mich nicht für das Ausbildungsprogramm nehmen wollte/konnte und so stand ich wieder am Anfang. Ich war es über das Jahr bereits gewohnt enttäuscht zu werden aber es war ein tiefer Fall, dass nicht mal die, die mich wollten, mich wollten. Es hat gedauert, bis für mich auf der Arbeit wieder normalität einkehrte.

So begann das Bewerben von vorne los. Es war inzwischen Oktober und das Ausbildungsjahr war in den meisten Berufen schon lange angefangen. Also hieß es sich für's nächste Jahr zu bewerben. Ich bereitete alles vor und ließ mir Zeit. Immerhin war es ja erst für's nächste Jahr. Da musste ich mich nicht mehr hetzen.

Etwa eine Woche nachdem ich meine Bewerbungen abgeschickt hatte, bekam ich die erste Rückmeldung. Wenn ich Interesse hätte, könnte ich für dieses Jahr noch nachrücken und direkt in dieser Woche mit der Ausbildung anfangen. Das war eine großartige Chance. Eine großartige, plötzliche Chance. Eine Chance, die Planung bedurfte, da es bedeutete, dass ich umziehen müsse. Ich machte mir Sorgen aber ich hatte ja meinen Freund, der in eben dieser Stadt wohnte und ich zumindest eine Übergangslösung hätte. Bei diesem startete auch gerade eine Weiterbildung und das ganze überrumpelte ihn. Es kam zum Streit, der eine Woche lang anhielt und eine Trennung zur Folge hatte.

Aber das kannte ich ja schon. Die Enttäuschungen dieses Jahr hielten einfach an. Und wie ich von vorher schon wusste: Sogar die, die mich wollten, wollten mich nicht.

Dennoch durfte ich zum Übergang bei ihm bleiben. Doch das klappte gerade mal ein Abend, da nahmen wir beide reißaus und ich blieb ein paar Nächte in einem Hostel, bis ich in mein Wohnheimzimmer konnte.

Immer dabei war mein Handy. Mein Handy mit Internetzugang. Mein Internetzugang mit Freundezugang. Mit WhatsApp und permanenter Kontakt zu meinen Leuten. Leuten, die mir zuhörten, Leuten, die mir beistanden. Quasi Fremde, die ich entweder noch nie oder nur einige wenige Male getroffen habe. Aber diese Fremden waren mein Rückhalt. Immer wieder, jeden Tag bei meinem Umzug, meiner Trennung und allem, was neu war.

Seit Mitte November sitze ich also ein einer neuen Stadt, mit neuen Menschen um mich herum, die mir alle fremd sind und vermutlich bleiben werden, weil ich nicht der kontaktfreudigste Mensch bin. In einer Stadt, in der mein Ex-Freund endlich in meiner Nähe wäre, es aber vorbei ist und es dauerte und dauert immer noch an, bis ich es akzeptieren konnte und kann.

Seit letzten Sonntag habe ich eine gewisse innere Ruhe, die schon mehrere Tage am Stück anhält. Das ist etwas ganz besonderes, da meine Stimmung im letzten Monat täglich, stündlich und manchmal minütlich wechselte von Trauer zu Wut zu "Akzeptanz" zu Fortschreiten. Stimmungswechsel von Heulattacken zu explosionsartig aufblühender Libido (die natürlich nicht ausgelebt werden konnte) zu Lethargie usw. Aber letzten Sonntag gab es einen Moment, der mich die Situation sah, wie ich sie vorher zwar schon mal sah aber irgendwie nicht richtig wahrnehmen konnte. Und jetzt bin ich zufrieden, denke ich.

Es ist ein Zustand, mit dem ich gut Leben kann, bis ich wieder regeneriert bin. Es wäre verlogen, wenn ich behaupten würde, dass jetzt alles wieder gut ist. Aber solang es erst mal beruflich weitergehen kann, finde ich auch wieder zeit und Kraft eines Tages wieder Energie in eine Beziehung zu stecken. Vermutlich wird diese nur noch zu Hunden sein, weil mein Vertrauen in den letzten Jahren stark gelitten hat aber hey: Wir wollen mal nicht kleinlich sein.

Nun stehen für den Rest des Jahres nur noch Weihnachten, dass ich alleine verbringen muss, und Silvester, bei dem ich dann wieder zu Hause bin, an. Ich hoffe einfach darauf, dass die letzten 3 Wochen ohne weitere Zwischenfälle überstehe und ich auf ein neues Jahr mit vielen neuen Enttäuschungen warten kann. Oder vielleicht wird's ja wirklich mal gut.

Das war jetzt viel Text und viel persönliches Blabla. Danke an alle, die so lang noch drangeblieben sind.

Ich hoffe, dass euer Jahr 2014 besser gelaufen ist, und dass ihr gut ins neue Jahr reinrutschen werdet dass hoffentlich auch wieder gut läuft.

LG

Dat Kat

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